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Zusammenfassung EAM Think Tank, Mai 2009 |
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Im Mai hat der zweite EAM ThinkTank mit neuen interessanten Beiträgen stattgefunden. Lesen Sie hier die Zusammenfassung der EAM Think Tank Veranstaltung vom Mai 2009. weiterlesen ...
Top 1: Vortrag von Fr. Dr. Walter (Münchner Rück)
- 01_Walter_Global_Business_Architecture.pdf
In ihrem Erfahrungsbericht zur „Global Business Architecture“ bei der Münchner Rück weist Fr. Dr. Walter insbesondere auf die Unterstützung aus dem Vorstand als Erfolgsfaktor für die Einführung und Umsetzung von EAM hin. Mit diesem Hebel können insbesondere die unternehmerisch handelnden Manager auf Geschäftsseite die weltweite Steuerung des Geschäftes in der funktional zentralisierten Rolle des Global Business Process Owner übernehmen. Die Global Business Architects sind als zentrale Einheit mit Orga-, Prozess-, Architektur- und Planungsaufgaben aufgestellt. Die ausführende IT spielt in den planenden und steuernden Prozessen primär eine beratende Rolle.
Schwerpunktthema IT-Komplexität – Top 2 – Top 8 Top 2 – 5: Publikationsschau
- 02_EAM TT-IT-Komplexität_Einleitung.pdf
SYRACOM gibt auf Basis der Vorträge von Herrn Dr. Leukert (Commerzbank) bei den „SOA Days 2009“, Herrn Dr. Krause (Credit Suisse) bei der „Unternehmensarchitektur 2009“ und Herrn Dern (Kurzübersicht seiner laufenden Doktorarbeit) unterschiedliche Blickwinkel auf das Verständnis und die Ermittlung (Messung) von IT-Komplexität.
- 03_EAM TT-Leukert.pdf
Bei der Commerzbank werden über die gesamte Anwendungslandschaft Komplexitätsmaße über Korrelationsmethoden (auf Basis eines umfangreichen EAM Repositories) ermittelt. Fazit: a) Komplexitätsvermeidung: Komplexität bei Designentscheidung von IT-Projekten berücksichtigen; KPI eingeführt je Domäne; Komplexitätsdiskussion mit Kundenseite führen – Abgleich der Komplexitätsveränderung mit dem Business Case.
b) Komplexitätsreduktion: Mit IT-Projekten Komplexität reduzieren. Nicht-wertschöpfende Komplexität im Geschäftssystem reduzieren.
- 04_EAM TT-Krause.pdf
Bei der Credit Suisse dient die Zeitabweichung von normierten Projekten zur Ermittlung des „Time-to-Market“. Unter Einbeziehung der Projektkosten wird die „Resistance-to-Change“ ermittelt. Diese kann sowohl für Einzelprojekte wie für Portfolios rückblickend wie vorausschauend genutzt werden. Fazit: Komplexitätsvermeidung: Komplexität vorhersehbar (Schätzmodell) und kann aktiv gesteuert werden. KPIs mit Erfahrungswerten als Prognose-Instrument.
- 05_EAM TT-Dern.pdf
Gernot Dern unterstreicht vor allem die „wahrgenommenen Komplexitäten“ entlang der operativen wie projektbezogenen Prozesskette und sieht eine Ermittlung durch ein Delphi-Verfahren (normierte Expertenbewertung anhand von Referenzaussagen) vor. Fazit: Komplexitätsvermeidung / Komplexitätsreduktion: Der Fokus liegt auf der von Menschen wahrgenommen Komplexität – diese Wahrnehmung kann durch Strukturierung der Inhalte und Entwicklung der wahrnehmenden Menschen verändert werden.
TOP 6: 2 Case Studies aus dem SEBIS Lehrstuhl der TU München vorgestellt von Hr. Schulz
- 06_EAM TT-Schulz.pdf
1. Bei der ersten Case Study wurde der Zusammenhang zwischen Fehlerfortpflanzung und Ausfallresistenz von Anwendungen untersucht. Hiermit werden zwei Dimensionen eines messbaren Begriffes für IT-Komplexität beschrieben. 2. In der zweiten Case Study ging es um die Komplexitätsermittlung in mehreren Dimensionen mit Hilfe eines Werkzeuges. Für bestimmte Vorgänge / Eigenschaften von Prozessen oder Software-Artefakten wurden empirische Komplexitätskoeffizienten ermittelt und sollten eine gesicherte und wiederholbare Ermittlung und Vermeidung von Komplexität im laufenden Softwareentwicklungsprozess (insbesondere bei Individual-Software) ermöglichen.
TOP 7: Verschiedene Blickwinkel auf IT-Komplexität (SYRACOM)
- 07_EAM TT-IT-Komplexität_Syracom.pdf
Man kann Komplexität in eine inhaltliche und eine strukturelle Komponente unterscheiden. Von der dadurch beschriebenen mehrdimensionalen „Komplexität“ ist aber je nach Zielsetzung, Fragestellung und Betrachter häufig nur ein Teil signifikant bzw. relevant. Durch Eliminieren aller nicht-relevanten Komponenten gelangt man zu einer handhabbaren Menge an Kennzahlen, die man auch wiederholen und über einen längeren Zeitraum verfolgen kann. Zur Interpretation der ermittelten Komplexität, sollte man sie in Bezug zu den Wertschöpfungsstufen setzen und ihre jeweilige Wettbewerbsdifferenzierung und die Wiederverwendbarkeit dagegen halten. Hohe Komplexität kann bei starker Wettbewerbsdifferenzierung auch akzeptabel bzw. sogar nützlich sein. Andererseits begründet sie sich evtl. aus einer hohen Wiederverwendung.
TOP 8: Workshop IT-Komplexität (alle Teilnehmer)
- 08_EAM TT-IT-Komplexität_Workshop.pptx
Die Teilnehmer stellen dar, dass in ihren Unternehmen IT-Komplexität vor allem als technische Vielfalt angesehen wird und dass man vor allem mit Standardisierung, Referenzarchitekturen und einer kleinen Anzahl ausgewählter Anbieter / Hersteller einer wachsenden „Komplexität“ in diesem Sinne entgegenwirkt. Damit wird insbesondere auch die Problematik der im eigenen Hause vorhandenen bzw. vorzuhaltenden Skills adressiert. Ein messbares Ziel bzw. eine Kennzahl für IT-Komplexität wird im Teilnehmerkreis nicht eingesetzt. Ein Vorschlag aus dem Teilnehmerkreis zur Bestimmung der Komplexität war das Heranziehen der Abweichung der Prozesskennzahlen von den Vorgaben für Zeit, Qualität und Budget. Insbesondere die schnelle Umsetzung von Geschäftsveränderungen (Time-to-Market neuer Produkte) kann hierfür als Beispiel dienen.
TOP 9: Round Table – Praxisbericht aus dem SOA Innovation Lab von Prof. Dr. Zimmermann
- 09- bisher keine Unterlagen verfügbar
Das SOA Innovation Lab ist ein Verein, der von ca. 15, meist großen Nutzer-Unternehmen getragen wird und der Weiterentwicklung und Nutzbarmachung von SOA als Technologie und Management-Ansatz dient. In seinem Vortrag hat Prof. Dr. Zimmermann ein SOA-Maturity-Modell für die Bewertung von Unternehmen und Produkten vorgestellt. Ziel ist es, mit diesem Modell eine schnelle Bewertung und Entscheidungsfindung bzw. Maßnahmenfindung zu ermöglichen. Das Modell soll - angelehnt an CMMI - 5 Stufen haben. In der noch laufenden Untersuchung werden, basierend auf einer erarbeiteten Liste von Attributen, pro Stufe unterschiedliche existierende Maturity-Modelle untersucht. Das gewünschte Meta-Modell setzt Eigenschaften und Maturitäts-Stufen sowie Maßnahmen in Beziehung.
TOP 10: Abschlussdiskussion
- 10_EAM TT-weiteres Vorgehen.pdf
Es bestand unter den Teilnehmern kein Bedarf, das Thema „IT-Komplexität“ weiter zu vertiefen. Die Ardour Consulting und SYRACOM planen für den Herbst eine Folgeveranstaltung planen. Auch bei unserem kommenden ThinkTank sind Ihre Themenvorschläge willkommen. Eine Vorschlagsliste erhalten Sie mit der nächsten Einladung. Im Vordergrund der Veranstaltung steht ein fragenorientierter Workshop zum Austausch von Erfahrungen und Erfolgsmomenten. |
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